Im Finale über 200m Brust schwamm Julian mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:30,05 auf Platz 5. Bereits im Vorlauf hatte er seine Bestzeit um 1 Sekunde auf 2:30,99 verbessert.
Die Deutschen Jugendmeisterschaften waren ein ständiges Wechselspiel zwischen Freude und Enttäuschung. Es begann am Dienstag mit 50m Brust: neue persönliche Bestzeit (-4/10) auf 31,67 und Platz 11. Dies ist ein Reserveplatz für die Finalläufe. In Berlin gibt es aber so gut wie keine Abmeldungen für die Finals.
Der Mittwoch war wettkampffrei. Nur eine kurzes Training am Morgen sollte den Rhythmus nicht verlieren lassen. Am Nachmittag kreierte Julian bei einer bekannten Schokoladenmarke seine eigene außergewöhnliche Geschmackskreation (3 Zutaten der eigenen Wahl) und wir bewegten uns etwas im Kreuzberger Trubel. Mit der U-Bahn, die hier eine Hochbahn ist, ging es zurück in unseren Kiez, denn der nächste Wettkampftag stand vor der Tür.
Über Nacht bekamen wir von Julians Eltern und seiner Schwester Verstärkung. Nach den 100m Brust war es diesmal Platz 10. Wieder fehlten, trotz persönlicher Bestzeit von 1:09,39, nur 3/10 Sekunden zum Finale. Schade, aber so ist der Sport.
Unser Fokus lag in der ganzen Vorbereitung auf den 200m Brust. Platz 3 nach den Vorläufen weckte in uns Optimismus. Nach den ersten 100m wendete er auch mit diesem Platz, doch dann konnten 2 andere mehr zulegen. Vor dem Rennen hatten wir alles zwischen Platz 2 und 8 als möglich gesehen, weil die Vorlaufzeiten eng zusammenlagen. Mit Platz 5 lag Julian genau in der Mitte. Wie gesagt, Freude und Enttäuschung waren unsere Begleiter in Berlin.
2027 werden wir wieder dabei sein und neu angreifen.

Verfasser:
Manfred Rothärmel
