Erfolgreiches Schwimmprojekt für Übach‑Palenberger Grundschulen

„Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ zeigt erneut große Wirkung

Ganz nüchtern betrachtet liest sich das Ergebnis des Schwimmprojektes der Übach‑Palenberger Grundschulen, das vielen unter dem Namen „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ bekannt ist, äußerst beeindruckend.

Insgesamt nahmen 223 Drittklässlerinnen und Drittklässler aller fünf Übach‑Palenberger Grundschulen an dem Projekt teil. Gemeinsam erreichten sie 63 Seepferdchen‑Abzeichen, 100 Schwimmabzeichen in Bronze, 31 in Silber sowie 5 in Gold – ein großartiges Ergebnis, das für sich spricht.

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich eine intensive Förderung: Über zwei Wochen hinweg erhielten alle Kinder täglich eine Schwimmstunde. Übach‑Palenberg hat sich bereits im Jahr 2018 dem Projekt des Bildungsbüros des Kreises Heinsberg und des Kreissportbundes Heinsberg angeschlossen und führt dieses seit einigen Jahren erfolgreich in Eigenregie durch.

Für viele Kinder bedeutete das Programm zunächst eine große Herausforderung: Der erste Sprung vom 3‑Meter‑Brett, das Heraufholen eines Tauchringes aus zwei Metern Tiefe, das Tauchen über zehn Meter oder das Schwimmen ganzer Bahnen in Rückenlage – von 16 Bahnen am Stück ganz zu schweigen. Was anfangs Mut und Überwindung erforderte, ist für viele der Kinder nun selbstverständlich geworden. Die große Zahl der abgelegten Schwimmabzeichen macht die deutlichen Fortschritte sichtbar.

In den kommenden Tagen werden die Schwimmabzeichen sowie Teilnehmerurkunden an die fleißigen Grundschülerinnen und Grundschüler überreicht.

Möglich ist ein solches Projekt nur durch die große Unterstützung ehrenamtlicher Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer des Schwimmvereins Übach‑Palenberg. Allein in diesem Jahr waren 22 Helferinnen und Helfer aus dem Verein eingebunden, im Durchschnitt bis zu 14 Ehrenamtliche täglich, die die Kinder behutsam an das Wasser heranführten und sie auf dem Weg zu sicheren Schwimmern begleiteten.

Auch Bürgermeisterin Christine Stadler, Annette Sielschott vom Bildungsbüro des Kreises Heinsberg sowie Vereinsvorsitzender Tim Böven machten sich bei einem Ortstermin im Ü‑Bad ein persönliches Bild von der engagierten Arbeit.

„Die Entwicklung der Kinder in diesen zwei Wochen ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend. Wenn man sieht, wie sie zu Beginn noch zögern und manchmal sogar Angst vor dem Wasser haben und dann nach zwei Wochen stolz vom Beckenrand winken, das ist schon schön zu sehen. Das Strahlen in den Gesichtern und das gewonnene Selbstvertrauen der Kinder ist der schönste Lohn für unseren Einsatz. Genau dafür stehen wir als Verein und genau deshalb engagieren sich unsere Ehrenamtlichen mit so viel Herzblut“, so Tim Böven, Vorsitzender unseres Schwimmvereins.   

Die begleitenden Lehrkräfte zeigten sich ebenfalls sehr dankbar. Die Intensität und individuelle Betreuung während des Projekts sei im regulären Schwimmunterricht so nicht zu leisten. Dadurch könne im anschließenden Schulschwimmen gezielt an die neu erworbenen Fähigkeiten angeknüpft und die Kinder schneller zu sicheren Schwimmern weiterentwickelt werden.

 

Übereinstimmend berichteten die Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer von einer hohen Motivations‑ und Lernbereitschaft aller teilnehmenden Kinder. Als Anerkennung für ihren Einsatz wurde das Projekt mit einer gemeinsamen Spiel‑ und Spaßstunde im Wasser abgeschlossen. Ob  auf der Wasserrutsche, der Sprunganlage, der Wackelbrücke oder mit großen Wasserreifen – hier konnten die Kinder ihre neu gewonnene Wassersicherheit noch einmal spielerisch unter Beweis stellen.

Manfred Ehmig